„Ich liebe dieses Gebäude“, sagt Bastian Stummer, „das Gastwerk ist schlicht beeindruckend.“ Schon vor Jahren hatte er sich vorgenommen, hier einmal zu arbeiten. Seit einiger Zeit ist er der Restaurantleiter im Mangold. Und in diesem Beitrag stellen wir ihn euch vor.

„Passt alles?“ Restaurantleiter Bastian Stummer steht am Tisch eines Gasts, der konzentriert seine Nudeln dreht – eine Portion Tagliatelle aus dem Parmesanlaib mit schwarzem Trüffel. Der tupft sich nun mit der Serviette den Mund ab, blickt kurz auf, lächelt und nickt. „Sehr lecker!“ Dann wendet er sich wieder dem Essen zu. Man muss Prioritäten setzen. Bastian wünscht einen schönen Abend.

„Manchmal wird es auch besser“


„Das war eines der ersten Themen, die ich angegangen bin“, sagt Bastian Stummer während wir ihn auf einem kleinen Rundgang durch sein Reich begleiten, „die Portionsgröße der Tagliatelle im Parmesanlaib zu ändern. Denn ich liebe das Essen.“ Aber die Portion war ihm zu homöopathisch, und so ließ er gleich anpassen. Der Restaurantleiter des Mangold lacht. Man sage ja immer, dass alles schlechter werde, weil überall gespart werde. „Aber manchmal wird es auch besser.“

Ein ganz normaler Donnerstag im Gastwerk, dem ersten Design Hotel Hamburgs. Es ist früher Abend und „Basti“, wie der Restaurantleiter von allen im Haus genannt wird, auch von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern seines Teams, blickt noch einmal durch den großen Raum: über die dunkelroten Backsteinwände, die stilvoll eingedeckten Holztische, die goldenen Lampen, das glitzernde Besteck – das Mangold strahlt eine warme, einladende Atmosphäre aus. Bereit für den Abend.

„Ich liebe dieses Gebäude“



Man kann verstehen, dass sich Bastian Stummer hier auch als Gast schon wohl gefühlt hat. Denn so beginnt seine Laufbahn im Mangold. „Ich war Offizier bei der Bundeswehr und später im höheren Management eines Schuh-Großhändler tätig. Aber ich bin schon immer gern ins Gastwerk gegangen. Ich liebe dieses Gebäude, es ist schlicht beeindruckend“, sagt der groß gewachsene Mann mit den streng zurück gekämmten Haaren und dem einladenden Lächeln. Er ist ein herzlicher und offener Mann, ein perfekter Gastgeber. „Als ich mich beruflich verändern wollte, gab es für mich nur eins – die Gastronomie. Auf Sankt Peter-Ording verantwortete ich die Eröffnung eines neuen Restaurants.“ Doch eigentlich wartete er auf eine Stellenangebot im Gastwerk. Es dauerte etwas. Doch dann erreichte ihn die Anfrage aus Bahrenfeld.

„Es ist ja nicht so, dass ich meine Bereitschaft nicht immer wieder signalisiert hätte.“ Bastian lacht. Selbstverständlich hat er sofort zugesagt. Und jetzt ist er hier. „Ich freue mich jeden Tag darüber.“ Später erzählt er, dass auch seine Frau schon seit mehr als zehn Jahren im Gastwerk arbeitet. „Es ist ein Betrieb, der seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter fair behandelt. Wir sind wie eine Familie.“

„Wir haben einen guten Spirit“



Den Wechsel in die andere Berufswelt ist ihm nie schwer gefallen. Auch in seiner bisherigen Laufbahn hatte er Führungsaufgaben inne. Zudem konnte er im Mangold ein eigenes Team aufbauen. „Wir haben einen guten Spirit“, sagt Basti nachdem einmal alle zusammen gekommen waren, um über den heutigen Abend zu sprechen. Es liegen bereits viele Reservierungen vor, dazu rechnet er mit einigen Abendgästen. „Wir werden heute nahezu voll sein.“

Zwei Stunden später geht der Restaurantleiter im Mangold durch die Tischreihen und erkundigt sich bei den Gästen, ob alles in Ordnung sei, ob sie sich wohl fühlen. Einer fragt nach einem besonderen Wein. Und hat damit eine besondere Leidenschaft des Bastian Stummer erwischt. Denn seit einiger Zeit wird die Weinkarte ergänzt um tolle Weißweine aus Deutschland und edle Rotweine aus Frankreich. „In welche Richtung soll es gehen?“ fragt Basti und präsentiert die Karte. „Möchten Sie vielleicht probieren?“

website Hintergrund 1 website Hintergrund 2