Soziale Verantwortung übernimmt ein erfolgreiches Unternehmen für diverse externe Projekte. Soziale Verantwortung beginnt aber schon mit der täglichen Wertschätzung der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen – dafür wurde die Kantine neu gestaltet und eigens ein Koch eingestellt.

Das Team hat sich committed für einen veganen Tag
„Für diesen Tag setze ich meist auf ein Rezept, das vielen schmeckt. Heute zum Bespiel gibt es Serviettenknödl mit Schwammerl“, sagt Axel, der Koch, und brät in einer großen Pfanne Pilze an. Ein intensiver Duft steigt auf. Axel würzt mit Pfeffer aus der Mühle und Kräutern. „Da stört es nicht, dass ich statt Sahne eine Mandelcreme verwende.“
Einmal in der Woche gibt es einen veganen Tag. Zwar stellt Koch Axel fest, dass der Anteil vegetarischer Portionen schon bei einem Drittel bis 50 Prozent liege. Vegane Speisen sind jedoch noch weniger populär. Nichtsdestotrotz sei die Bereitschaft im Team für einen veganen Tag da. Schon aus Gründen der Nachhaltigkeit. Für dieses Ziel haben sich alle im Hotel committed. Jetzt gießt er etwas von der Mandelcreme ein.
So wird der Besuch in der neuen Personalküche schnell zu einem Thema, das eine viel größere Dimension hat. Und das ist auch gut so. Dennoch wollen wir hier von Anfang an erzählen. Auf dem Weg zur Kantine informiert ein Board über wichtige Termine und Weiterbildungsangebote und bietet Platz für den direkten Austausch. Es geht vorbei am Sportraum. Einmal in der Woche bietet hier Kollegin Anna Yoga an. Es ist sehr beliebt.
100 Mittagessen werden ausgegeben, aber auch Snacks
„Uns ist ein freundliches Klima unter den Kollegen und Kolleginnen sehr wichtig“, sagt Hoteldirektorin Tina Schulz. „Das fängt für uns beim Essen an. Und deshalb haben wir einen Koch eingestellt, der sich nur um deren liebliches Wohl kümmert.“ Das kommt gut an. 100 Mittagessen werden ausgegeben, es wird hier aber auch ein Frühstück angeboten. Zudem gibt es immer Snacks und Kaffee. Die Kantine ist ein großer, heller Raum im Erdgeschoss des Gastwerks. Hohe Fenster, klassische Holztische, Lampen im Industrie-Design. Zufällige Besucher würden es sicherlich für ein in dem großen Haus noch nicht entdecktes Bistro halten.


Ein großes Lob für den Arbeitgeber. Aber auch für Axel, den Koch
„Ich esse jeden Tag hier. Ich finde die Auswahl und die Frische der Speisen super“, sagt Lalith Wijetunge. Sein Teller füllt sich mit Vorspeisen: Tabolué und Blumenkohl Tahina, Couscous und Buchweizen, dazu etwas Salat. Neben der Salatbar könnte er sich etwas Brot abschneiden. Die große Warmhalte-Station präsentiert das Hauptgericht, heute das Pilzragout. Daneben wird ein Nachtisch angeboten. Es gibt hier immer Obst – heute eine leckere, von vielen hier heiß geliebte Crème Brúlee.
Essen ist mehr als Nahrungsaufnahme. Ein Hotel mit Anspruch, das den Gästen Essen auf Gourmet-Niveau anbietet, hat auch gegenüber den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen einen gewissen Anspruch. Und das macht sich bemerkbar. Viele arbeiten gern hier – und gehören schon lange zum Team. Das ist ein großes Lob. Klar, für den Arbeitgeber, der in Zeiten, in denen es gar nicht so leicht ist, Angestellte zu finden, mit einem Pfund wuchern kann. Aber auch für Axel, den Koch. Danke für die leckeren Pilze.
Fotos: Susanne Baade







