TRiPOD, so könnte man meinen, ist unsere Hausband. Tatsächlich spielt das Trio mit dem enormen Repertoire in diesem Jahr mehr als zehn Konzerte im Mangold. Warum? Weil sie eine Super-Show liefern.

Plötzlich springt einer der drei Musiker auf die Theke, steht zwischen Gläsern und spielt ein verdammt gutes Gitarrensolo. Die Gäste johlen. Und es wird richtig voll auf der kleinen Tanzfläche in der Mangold Bar. So geht es oft zu, nachdem die Hamburger Band TRiPOD im Gastwerk die Verstärker eingeschaltet hat. Grund genug für ein Pausen-Gespräch mit den Musikern, deren Credo lautet: „Bei uns ist alles handgemacht, sogar der Schweiß auf der Bühne.“

Jedes eurer Konzerte wirkt sehr lebendig. Wie schafft ihr es, immer wieder diese Energie zu erzeugen?

Das liegt daran, dass wir nie genau wissen, was passieren wird – und das lieben wir! Wir versuchen, jeden Abend einzigartig zu gestalten und lassen viel Raum für Improvisation. Die Spannung und die Ungewissheit darüber, wie sich der Abend entwickeln wird, motivieren uns enorm. Außerdem spielt das Publikum eine große Rolle: Es ist für uns das wichtigste „Instrument“. Diese Interaktion macht jedes Konzert zu einem Erlebnis.

TRiPOD gibt es seit mehr als 13 Jahren. Wie hat es angefangen?

Wir haben uns auf dem Kiez kennengelernt. Es war eine harte Zeit, in der wir uns durchschlagen mussten, eine Zeit mit viel „Dreck fressen“, wie wir es nennen. Aber diese Herausforderungen haben uns zusammengeschweißt. Jeden Monat haben wir uns ein Motto gesetzt und darauf basierend neue Ideen entwickelt.

Euer Bandname ist auch Hinweis auf das Konzept von TRiPOD – ein Trio wie ein iPod, das die Musik spielt, die sich die Gäste wünschen. Wie groß ist euer Repertoire?

Wir haben etwa 450 Songs im Programm. Das war natürlich nicht von Anfang an so. Viele Stücke haben sich über die Jahre durch Wünsche des Publikums „eingeschlichen“ und wurden dann bei den Auftritten weiterentwickelt. Es ist viel Arbeit, aber auch ein großer Spaß, immer wieder neue Songs ins Programm aufzunehmen.

Das heißt, euch kann eigentlich kein Publikumswunsch überraschen?

Selbstverständlich gibt es Songs, die wir nicht kennen. Aber gehört haben wir schon fast alles und wagen uns an jedes Stück, selbst wenn es in unserem Repertoire noch fehlt. Da reichen manchmal ein paar Blicke, schon legen wir los. Denn wir haben keine Scheu, nicht einmal vor großen Namen. Wir spielen auch Bohemian Rhapsodie, Killer oder Cruel Summer.

Für viele Musiker ist in einer Band zu spielen eher ein Hobby. Seid ihr Profis?

Musik ist unser Herzblut – sie steht für uns an erster Stelle. Einige von uns arbeiten nebenbei noch in anderen Bereichen, die auch mit Musik zu tun haben. Aber TRiPOD ist definitiv unser Job. Die Musik ist mehr als ein Beruf, sondern eine Leidenschaft, die uns antreibt und verbindet.

Wie bereitet ihr euch auf eine Show vor?

Wir versuchen immer entspannt zu bleiben und gehen offen in den Abend. Natürlich gibt es eine grobe Planung – welche Songs gespielt werden und wie der Spannungsbogen aussehen soll –, aber wir lassen immer Platz für spontane Momente. Das Wichtigste ist für uns, Spaß zu haben und diesen Spaß mit dem Publikum zu teilen.

Was können Fans bei euren kommenden Auftritten erwarten?

Jeder Abend mit TRiPOD ist anders! Wir spielen nicht nur Klassiker aus verschiedenen Genres wie Rock’n’Roll oder Punk, sondern interpretieren sie auf unsere eigene Weise – immer mit einem Augenzwinkern. Unsere nächsten Gigs in Hamburg im Gastwerk Hotel sind geplant. Dort erwartet euch ein Mix aus guter Laune und musikalischer Vielfalt, voller Überraschungen und meist viel Gedränge auf der Tanzfläche.

Vielen Dank für das Gespräch! Wir freuen uns auf den Rest des Abends!

Die nächsten Gigs von TRiPOD

Donnerstag, 24. April
Donnerstag, 15. Mai
Donnerstag, 19. Juni
Donnerstag, 25. September
Donnerstag, 09. Oktober
Donnerstag, 20. November

Jeweils von 20:00 bis 23:00 Uhr

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Fotos Susanne Baade

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