Klar, wir wissen, dass unser Gastwerk nicht mitten in der City liegt. Aber, hey, wer will schon wohnen - wo abends die Bürgersteige hochgeklappt werden. Wir nehmen euch mit in die Umgebung, in der das Herz der Stadt schlägt.

Hamburg

Am Anfang steht ein kleiner Überblick. Wo sind wir hier eigentlich? Dafür müssen wir ein wenig ausholen (keine Sorge, wird nicht lang). Bis ins 20. Jahrhundert waren Stadtteile, die wir heute ganz selbstverständlich Hamburg nennen, selbst Städte: Wandsbek, Bergedorf, Harburg, Altona. Und damals gab so manches Kuriosum. So gehörte Hamburg vor 200 Jahren zum französischen Département des Bouches de l’Elbe, während Altona ein Vorposten des Königreichs Dänemark war. Vor 130 Jahren gab es die erste Eingemeindungswelle, seither gehört St. Pauli zu Hamburg. Mit dem Groß-Hamburg-Gesetz vor 80 Jahren wurde auch Altona zum Teil der Hansestadt – und damit auch Bahrenfeld.

Nachbarschaft

Wer aus der Tür unseres Hauses tritt, trifft auf Vergangenheit und Zukunft, auf Sein und Werden. Unser Hotel selbst war einst ein Gaswerk. Vor 130 Jahren bescherte es dem Hamburger Westen erstmals Licht in den Straßen und Häusern. Und darauf war man stolz. Deshalb gleicht die hohe Halle einer Kathedrale der Industriekultur und hielt Hof in einem weiten Areal. Heute durchläuft das Areal am alten Gaswerk einen dynamischen Wandel. Ihr könnt hier spazieren gehen, Enten füttern, die Sonne genießen. Ihr könnt im nahen Holmes Place etwas für eure Fitness tun oder ihr lasst euch durch die Grünanlagen treiben, überquert die S-Bahn und mäandert so langsam in Richtung Elbe.

Bahrenfeld

Nüchtern betrachtet können wir also sagen, wir gehören zu den Youngsters der Stadt. Dabei wurde so nur amtlich, was hier schon lange gelebt worden ist. Denn in Bahrenfeld wohnten viele, die in Hamburg arbeiteten. Sie waren in einer der Fischfabriken beschäftigt, für die Hamburg einst berühmt war, in einer der mehr als 600 Brauereien, sie arbeiteten in Werften, Lagerhäusern oder Kontoren. Denn seit der Jahrhundertwende entwickelte sich Hamburg immer mehr zur Handelsmetropole und wurde zum Tor der Welt.

Altona

Was einst eine eigene Stadt war, ist heute einer der bevölkerungsreichsten Stadtteile Hamburgs. Altona besteht aus 12 Bezirken, und auf dem nur 2,5 Kilometer langen Spaziergang vom Otto Bahrenpark in Richtung Elbe, erlebt ihr die ganze Vielfalt, die hier gelebt wird: Büro- und Mietshäuser, Villen und Parks, Geschichte und Design, Friedhöfe und Wandel. Bis es plötzlich glitzert zwischen all dem Grün – ihr werdet sehen: Hamburg ist eine sehr grüne Stadt – und ihr stoßt auf die Elbe.

Elbe

Viele Städte entstanden an Flüssen. Oft aus strategischen Gründen, war es doch über das Wasser einst nicht so leicht anzugreifen. Oder weil es reiche Fischgründe gab. Hamburg hingegen hat schnell die Bedeutung seines geschützten Hafens für den Handel entdeckt. Schon Mitte des 14. Jahrhunderts gehört die Stadt der Hanse an. Und auf eurem Spaziergang könnt ihr das heute noch sehen, je näher ihr der Elbe kommt. Hier werden die Häuser repräsentativer, herrschaftlicher. Eine Entwicklung, die in den vergangenen Jahren sogar noch zugenommen hat. Denn war der Hafen zwischenzeitlich vor allem ein Industriegebiet mit Fabriken und Dampfern, aus deren Schlote dunkler Rauch aufstieg, vollzieht sich auch hier ein nachhaltiger Wandel. Heute müssen Schiffe deutlich strengere Abgasauflagen erfüllen als je zuvor. Abwasser dürfen nicht mehr ungeklärt eingeleitet werden. In der Elbe kann man wieder schwimmen. Und an schönen Sommerabenden sitzen die Menschen zu Hunderten am Ufer und genießen das Leben.

Strandperle

Einer der Orte, der für dieses Savoir vivre an der Elbe steht, ist die Strandperle. Von einer Sponti-Intiative gegründet, hat sich die urige Kuchen-, Bier- und Kartoffelsalat-mit-Würstchen-Klappe zu einer Ikone der Freizeitkultur entwickelt. Inzwischen gibt es am Elbufer einige Nachahmer. Doch die Strandperle bleibt das Original. Einer der wenigen Orte in Hamburg, in dem Makler, ehemalige Hausbesetzer und Besucher aus den umliegenden Orten einträchtig nebeneinander im Sand sitzen und die Sonne genießen.

Ottensen

Zurück zum Hotel geht es durch einen Teil Altonas, der aktuell zu den attraktivsten Hamburgs zählt – Ottensen. Niedrige Häuser mit engen Hinterhöfen, hohe Lofts mit coolen Agenturen, weite Plätze mit schönen Wochenmärkten, gewundene Straßen mit hübschen Läden und einladenden Cafés, Restaurants, Kinos und Bars. Das Nebeneinander verschiedenster Lebensmodell macht Ottensen so spannend. Wenn ihr der Bahrenfelder Straße folgt, kommt ihr langsam wieder zurück ins Gastwerk, euer Design-Basecamp im Herzen der Stadt.

Fotos: Susanne Baade, Jörg Modrow/-, Andreas Vallbracht/Mediaserver Hamburg

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