Entspannt durch die City rollen, trendige Szenestadtteile erleben oder die Natur und das allgegenwärtige Wasser genießen. Die Leihfahrräder, dazu – auch E-Bikes – gibt es bei uns.
Hamburg wird zur Fahrradstadt
Hamburg und das Fahrrad – die beiden wachsen immer mehr zusammen. Seit einigen Jahren unternimmt die Hansestadt große Anstrengungen, das Radfahren einfacher, sicherer und angenehmer zu machen. 14 Velorouten sind geplant, viele sind bereits befahrbar, an einigen wird noch gebaut. Bis 2025 soll das Radwegsystem in Hamburg auf 280 Kilometer angewachsen sein.
Radsport erleben: Cyclassics
An einem Wochenende im Jahr aber sind sogar viele Straßen der Stadt nur Fahrrädern vorbehalten – dann startet Deutschlands größte Radsportveranstaltung: die Cyclassics. Es ist ein Rennen für Profis und für Freizeitsportler. Das Streckenprofil ist weitgehend flach, bis der nur 78 Meter hohe, doch fast 16 Prozent steile Waseberg das Feld teilt. Die Profis müssen dreimal rauf, die Amateure befahren den etwas weniger harten Kösterberg. Ihnen stehen zwei Strecken zur Auswahl – die langen „Cyclassics 100“ und die kürzeren „Cyclassics 60“. Doch nicht falsch verstehen, auch auf der 60-Kilometer-Strecke wird ordentlich „geballert“.
Gastwerk-Fahrräder können – je nach Verfügbarkeit – gegen eine Leihgebühr ausgeliehen werden. Zur Auswahl stehen E-Bikes oder auch normale Fahrräder.

Wir lassen es gemütlich angehen: 6 tolle Radtouren in Hamburg
Vom Gastwerk nach Blankenese
Es ist eine hübsche Tour, die uns vom Hotelparkplatz über die Griegstraße und den Othmarscher Kirchenweg, entlang von Kleingärten, durch Altona führt. Über den Klein-Flottbeker Weg kommen wir in den stattlichen Jenischpark. Es ist eine der größten und schönsten Grünanlagen Hamburgs. Es gibt zwei Museen und zwei Cafés – eins im Jenisch Haus und den Kiosk im Park. Nach einer kurzen Pause rollen wir entlang der Elbe gen Westen, bis hinter Blankenese. Wer Mumm in den Waden hat (oder auf einem E-Bike sitzt), versucht sich am Waseberg. Man kann aber auch einfach ein wenig am Strand sitzen und auf die Elbe schauen – ein herrlicher Tag! Zurück auf dem gleichen Weg oder mit der S-Bahn ab Blankenese.
Waldzauber im Klövensteen
Die Blätter leuchten in warmen Gelb- und Rottönen: Im Herbst zeigt sich der Klövensteen, ein Mischwald wie aus dem Bilderbuch, von seiner schönsten Seite. Das 513 Hektar große Waldgebiet erstreckt sich bis nach Schleswig-Holstein. Eine Radtour führt hier vorbei an Moos und Sand. Durch den Wald schlängeln sich schmale, die Abenteuerlust fördernde Pfade und kaum befahrene Forstwege. Ein Geheimtipp ist das Schnaakenmoor. Hier treffen Binnendünen auf Feuchtwiesen und Heidekraut, Kanäle durchziehen das Hochmoor, hier leben Moorfrosch, Kreuzkröte und Sumpfschrecke. Es gibt mehrere Gelegenheiten zur Pause, etwa das Hofcafé Ellerbrock mit seinem prächtigen Torten, um all die abgeradelten Kalorien gleich wieder drauf zu packen.
Tour mit Tunnelblick: auf die andere Seite des Hafens
Für einen Perspektivwechsel geht es nach zunächst abwärts: An den Landungsbrücken in St. Pauli bringt uns der Aufzug - mitsamt unseren Rädern - hinunter in den Alten Elbtunnel. In 24 Metern Tiefe geht es durch die gekachelte und immer kühle Röhre auf die andere Elbseite. Knapp einen halben Kilometer Länge misst der Tunnel, der nach seiner Eröffnung als Meisterwerk der Ingenieurskunst galt. In Steinwerder kehren wir an die Erdoberfläche zurück und genießen erst einmal den Blick auf die Stadt. Im Hafen rollen wir vom „Argentinienknoten“ aus (so nennt man das Gewusel aus Straßen, Gleisen und Fähranleger an der Argentinienbrücke) zu verschiedenen Punkten, die viel Geschichte erzählen: Hafenmuseum, Viermastbark Peking, Hafenbahnmuseum bis zum immer wieder bewegenden Auswanderermuseum BallinStadt, das die Geschichte der Menschen erzählt, die über Hamburg in die Neue Welt aufgebrochen sind. Vom Bahnhof Veddel geht es per S-Bahn zurück.
Auf dem Loop durch Wilhelmsburg
Wilhelmsburg, das ist ein ganz anderes Hamburg: industriell geprägt, dicht bebaut – aber auch mit dem großen Inselpark, der zur Bundesgartenschau 2013 entstand. Der Loop ist ein etwa sieben Kilometer langer Freizeitkurs, der sich durch den Stadtteil zieht – einfach den vier blauen Quadraten im Asphalt folgen. Ein guter Startpunkt ist der S-Bahnhof Wilhelmsburg. Und wer mag, macht einen Abstecher zum Energieberg Georgswerder. Die ehemalige Mülldeponie ist heute ein wichtiges Projekt der nachhaltigen Stadtentwicklung und versorgt rund 4.000 Haushalte mit Strom aus erneuerbaren Energien. Bei einem Spaziergang auf dem 900 Meter langen Horizontweg rund um die Kuppel entdecken Besucher die großen Windkraft- und Photovoltaikanlagen und können den Blick über die Hamburger Innenstadt und den Hafen schweifen lassen.

Echte Connection zur Wasserkunst
In Hamburg hat man Connections – zumindest die Oberhafen-Connection. Der aufwendig ausgebaute Radweg beginnt hinter den Deichtorhallen. Er führt immer an der Kaimauer entlang, vorbei an Brücken und Schleusen, am Großmarkt und am Zusatzstoffmuseum. Auf der anderen Elbseite wächst die HafenCity. Hier zeigt sich Hamburg ganz urban. Direkt am Wegesrand liegt die ehemalige Großtankstelle Brandshof. Detailverliebt im Stil der 1950er Jahre restauriert ist sie heute Anlaufstelle für Oldtimerfreunde – Pedalisten sind im „Erfrischungsraum“ auch willkommen. Weiter bis zum Sperrwerk Bildwerfer Bucht und von dort zur Wasserkunst Elbinsel Kaltehofe. Das ehemalige Wasserwerk mit seinen Becken, den Lorenbahnen und dem vielen Grün ist heute Industriedenkmal, Naturpark und ein Ausflugsziel mit Kaffeen und Kuchen. Wer nicht die gesamten 11 Kilometer zurück ins Gastwerk radeln will, nimmt ab Rothenburgsort die S-Bahn.
Einmal um die Alster
Kultur, Architektur und Natur: Das lässt sich in Hamburg an einem Ort konzentriert erleben. Einfach an der Elbphilharmonie starten, rüber zur Außenalster fahren und diese mit dem Rad umrunden. Die rund sieben Kilometer lange Strecke führt vorbei an prächtigen Kaufmannsvillen, Gärten, Trauerweiden und Schwänen im Wasser. An sonnigen Tagen sorgen viele Segelboote für zusätzliches Urlaubsgefühl. Es gibt viele nette Einkehrmöglichkeiten, etwa die Alsterperle, das Literaturhaus oder unser Partnerhotel The George mit seinem stillen Garten und der schönen Terrasse. Das Restaurant DaCaio bietet ausgezeichnete italienische Küche und die Bar DaCaio beste Drinks. Bitte dran denke: Auch auf dem Fahrrad sollte man fahrtüchtig bleiben.
Fotos: Susanne Baade, Piet Niemann/Mediaserver Hamburg










